INFOTHEK/E / INTO THE CITY (2018)

Gestaltet von Adina F. Camhy, Robin Klengel, Coline Robin
Infothek/e ist Teil des Festivals “Archipelago. Insel des unvorhersehbaren Denkens” (Into the City / Wiener Festwochen).
9. April-16. Juni 2018, Foyer der Hauptbücherei am Gürtel, Wien

Die INFOTHEK/E diente im Vorfeld und während der Ausstellung “Archipelago. Insel des unvorhersehbaren Denkens” als Informationsschalter und Austauschplattform. Sie wurde als beschreib- und bezeichenbares monochromes Wohnzimmer im Foyer der Hauptbücherei gestaltet. Die Künstler_innen treten in Austausch mit Nutzer*innen, Besucher*innen und Mitarbeiter*innen: Was passiert in der Bücherei? Welche Menschen kommen hierher? Was suchen sie und was finden sie?

Die Ergebnisse dieser Begegnungen schreiben sich buchstäblich in den Raum ein und können jederzeit betrachtet und erweitert werden.

INHALTLICHES KONZEPT

Die INFOTHEK/E entsteht im Eingangsbereich der Hauptbibliothek als Raum im Raum: Als monochromes Wohnzimmer und Laboratorium des Wissens, das zugleich die Funktion einer Kommunikationsfäche wie auch einer Austauschplattform erfüllt.
Die INFOTHEK/E hebt sich nicht nur durch die Einfärbigkeit ihrer Oberfächen vom heterogenen Charakter des sie umgebenden Bibliothekraumes ab, sondern auch dadurch, dass sie eine abstrahierte Form des privaten „Wohnzimmers“ im halböffentlichen Raum der Bibliothek repräsentiert.
Alles, was sich vor der Kulisse dieses künstlichen Wohnzimmers abspielt wird hervorgehoben, die Besucher*innen werden zu Protagonist*innen, Zeichner*innen, Erzähler*innen. Viele Geschichten die die Menschen über den Ort der Bibliothek erzählen werden gehört, zusammengetragen, finden ihren Platz auf den bezeichen- und beschreibbaren Oberflächen von Möbeln und anderen Gegenständen und verschwimmen zu einem großen Ganzen.

GESTALTERISCHES KONZEPT

Die Logik einer monochromen farbigen Oberfäche als Untergrund für den weißen Kreidestrich zieht sich durch das gesamte Gestaltungskonzept und lässt die einzelnen Elemente als Einheit erkennbar werden. Die streng abgesteckten gestalterischen Voraussetzungen bilden einen Rahmen für eine Vielfalt an Ausdrucksformen, die in dem individuellen Kreidestrich, dem Zeichenstil sowie die persönliche Handschrift sichtbar werden. Die Kreide wird zum Werkzeug um sich mit oder ohne Text buchstäblich in den Raum einzuschreiben.
Durch die wieder ablöschbaren weißen Beschriftungen und Zeichnungen ändert sich der Raum kontnuierlich und kann auch wieder in seinen unbeschriebenen Ursprungszustand zurückgeführt werden.

FUNKTIONEN

Einerseits dient die INFOTHEK/E dazu Informationen zu dem Projekt Archipelago und den Wiener Festwochen zu transportieren, andererseits sind die Menschen, die sich in der Bibliothek aufhalten eingeladen am Medium der INFOTHEK/E mitzuwirken.
Der Raum dient der Forschung, deren Ergebnisse direkt auf den Raumoberfächen anschaulich gemacht werden können. Mappings und Zeichnungen laden kontinuierlich zum Mitmachen ein.
Nicht zuletzt ist die INFOTHEK/E auch ein Begegnungsraum und Raum des Austausches, sei es über ein Gespräch oder durch einen zeichnerischen Dialog.