GRAZRAND (2020)

Wie sieht die Stadt Graz an ihren Rändern aus? Welche unterschiedlichen Räume und Landschaften werden von der Stadtgrenze durchschnitten? Wo verschwimmt der urbane Raum mit seinem Umland? Wie kann man die Stadt von ihren Rändern aus denken?

In Form einer Stadtumrundung nimmt GRAZRAND die Peripherie in den Fokus: Eine Woche lang untersucht ein interdisziplinäres Team die Randlinie der Stadt. Eine wissenschaftlich-künstlerische Expedition führt die 60 Kilometer lange Bezirksgrenze entlang: vorbei an Industriegebieten, Wohnsiedlungen, Einfamilienhäusern, Äckern und Autobahnauffahrten,
über Hügel und Gewässer und durch Wälder. Entlang dieses Weges lassen wir unsere Blicke schweifen, sammeln, zeichnen, notieren, untersuchen und wandeln mit offenen Augen und Ohren.

An den Rändern stellen sich brennende urbanistische Fragen aus einer anderen Perspektive. Ergibt sich von hier aus ein differenzierterer Blick auf die Stadt und über ihre Grenzen hinaus? Was verrät uns dieser undefinierte Grenzraum – Nicht-Mehr-Stadt und Noch-Nicht-Land? Was erfahren wir von dieser Zone des Übergangs über die Stadt selbst?

Die in einer prozesshaften Herangehensweise entstandenen Ergebnisse werden im Anschluss künstlerisch nachbereitet und sortiert, danach in Form einer mobilen Pop-Up-Ausstellung an vier verschiedenen Orten entlang der Grazer Stadtgrenze präsentiert. Der unbestimmte periphere Grenzraum rückt als physischer Präsentationsort abermals in den
Fokus.

GRAZRAND ist ein künstlerisches Stadtforschungsprojekt, das versucht den Blick auf die Stadt Graz um ihre Peripherie zu erweitern.

TERMINE/PRESSE:

19.09.2020: Soundscapes vom Grazrand, Radiosendung von Sarah Kieweg, Lange Nacht der Soundscapes, in Kooperation mit dem Projekt Grazer Soundscapes / Radio Helsinki, Graz

Über den Golfplatz durchs Gestrüpp, Bettina Landl (www.gat.st, 17.08.2020)

Grazumrundung: 27. Juli – 02. August 2020
Pop-Up-Ausstellungen an der Stadtgrenze: voraussichtlich Juni 2021

Von und mit: Adina F. Camhy, Robin Klengel, Coline Robin, Markus Waitschacher

In Kooperation mit Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark, www.gat.st und HDA – Haus der Architektur

Graz Kulturjahr 2020