26 SEPT: IN ERINNERUNG AN DIE OPFER DER HEXENVERFOLGUNG

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Gedenkveranstaltung für die Opfer der Hexenverfolgung im Lavanttal
Samstag, 26. September 2026, 17:00 Uhr
Bad Sankt Leonhard im Lavanttal
Quellenwanderweg Q3, bei der Gedenktafel, zwischen Auenweg und Steinbruchweg,
Koordinaten: 46.951834856530105, 14.809237918514226

Gedenkveranstaltung mit Beiträgen von Verena Walzl (Künstlerin/Autorin), Daniel Gönitzer (Kulturwissenschaftler/Kulturarbeiter), Katharina Pressl (Autorin, AG Nullpunkte der Gewalt im Lavanttal), Werner M. Thelian (Autor, Initiator Quellenwanderwege), Adina Camhy (Künstlerin) u.a.

Verena Walzl wird einen eigens für den Anlass geschriebenen Text lesen, Daniel Gönitzer und Katharina Pressl stellen das von ihnen herausgegebene Buch „Nullpunkte der Gewalt. Antisemitismus, Nationalsozialismus und Hexenverfolgung im Lavanttal“ vor, Werner M. Thelian erzählt über die Entstehung der Quellenwanderwege und Adina Camhy erläutert die Hintergründe des Monuments für die Opfer der Hexenverfolgung im Lavantal.

Im Herbst 2025 wurde das temporäre Monument für die Opfer der Hexenverfolgung im Lavanttal, konzipiert und umgesetzt von der Künstlerin Adina Camhy und initiiert von der Kulturinitiative Container 25, eröffnet. Ausgangspunkt dafür ist der Hexenprozess von 1493, der als der erste im Raum Österreich gilt, bei dem der Vorwurf des „Teufelspakts“ zu Hinrichtungen führte. 

Die ursprünglich gegen die drei Frauen gerichteten Worte, die der damaligen Rechtssprechung dazu dienen sollten, den Vorwurf des „Teufelspakts“ zu untermauern, werden umgedeutet und ins Heute übertragen: „UEBERAINS WERDEN“ verweist auf solidarische Beziehungen und kann als „zusammenkommen“ oder „mehr als eine:r werden“ interpretiert werden. Die Worte können als Aufruf verstanden werden, heute wachsam zu sein gegenüber Mechanismen der Ausgrenzung, der Konstruktion von Sündenböcken und Formen geschlechtsspezifischer Gewalt.

„UEBERAINS WERDEN“ wird auch 2026 als Schriftzug südlich von Bad St. Leonhard auf einer Weide nahe der historischen Hinrichtungsstätte sichtbar. Die beim Mähen ausgesparten Buchstaben verändern sich je nach Mahd, Licht und Bewuchs, bis es wieder verschwinden – das Mähen selbst wird zur Erinnerungsarbeit.


SLO

Spomenik žrtvam pregona čarovnic v Labotski dolini
Spominska prireditev, 26. 9. 2026, ob 17.00
Bad Sankt Leonhard v Labotski dolini, Koroška/Kärnten
Tematska pot virov Q3, pri spominski plošči, med Auenwegom in Steinbruchwegom
Koordinate spominske plošče:
46.951834856530105, 14.809237918514226

spominska prireditev s prispevki Adina Camhy, Daniela Gönitzer, Katharina Pressl, Werner M. Thelian, Verena Walzl in drugih.


EN

Monument to the victims of witch-hunts in the Lavant Valley
Commemorative event: Sat, 26 Sept 2026
Bad Sankt Leonhard in the Lavant Valley, Carinthia/Kärnten/Koroška
Quellenwanderweg Q3 hiking trail, meeting point: memorial plaque, between Auenweg and Steinbruchweg
Coordinates: 46.951834856530105, 14.809237918514226

Commemorative event featuring contributions by Adina Camhy (artist), Daniel Gönitzer (cultural
studies scholar/cultural worker), Katharina Pressl (author, AG Nullpunkte der Gewalt
in the Lavant Valley), Werner M. Thelian (author, initiator of the Quellenwanderwege), Verena Walzl
(artist/author), and others.


Concept and realisation: Adina Camhy
Initiated by: independent cultural initiative Container25 as part of ‘Zero Points of Violence in the Lavant Valley
Supported by: Municipality of Bad St. Leonhard
Funded by: Province of Carinthia Culture

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